Bild: Kreml

Der Russland-Ukraine-Konflikt beherrscht seit Wochen die Nachrichten und eine kurzzeitig vermutete Entspannung der Situation in den letzten Tagen scheint nun doch nicht mehr so nah zu sein. Denn während am Mittag die Münchner Sicherheitskonferenz ohne russische Beteiligung startete, kündigte Russland selbst ein Manöver mit dem Einsatz ballistischer Raketen an. 

Die Übung stehe unter der Führung Putins, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Nach Kreml Angaben sollen daran die Luftwaffe, die Schwarzmeer- und Nordmeer-Flotte sowie die Armeeeinheiten aus dem südlichen Militärbezirk beteiligt sein. Ziel sei es, die Zuverlässigkeit der Nuklearwaffen zu testen. Die Beteiligung des russischen Präsidenten Wladimir Putin sei deshalb erforderlich, da ohne das Staatsoberhaupt solche Tests gar nicht möglich seien. 

Offiziell wird keine Verbindung zum aktuell andauernden Russland-Ukraine-Konflikt zugesagt. Derlei Tests seien laut dem russischen Verteidigungsministerium bereits im Voraus geplant gewesen und fänden auch regulär mehrmals im Jahr statt. So oder so, eine Botschaft an den Westen ist es in jedem Fall. 

Währenddessen werden die diplomatischen Bemühungen jedoch aufrechterhalten. Der US-amerikanische Präsident Joe Biden möchte noch am heutigen Freitag mit Verbündeten über ein gemeinsames Vorgehen beraten.  Dazu gehören unter anderem Vertreter und leitende Politiker aus Kanada, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Rumänien und Polen.