Bild: Kmu.gov.ua, Denys Shmyhal met with German FM Baerbock in Kyiv 2022 (8), CC BY 4.0, via Wikimedia Commons (Bildgröße geändert)

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) und Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) haben sich auf ein Aufnahmeprogramm für Menschen aus Afghanistan geeinigt.

Im Zentrum dieses neuen Aufnahmeprogramms sollen besonders gefährdete Menschen stehen, die aufgrund ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung oder Religion verfolgt werden. Am Montag teilten die beiden Ministerinnen mit, dass pro Monat etwa 1000 Afghaninnen und Afghanen mit ihren Familienangehörigen in Deutschland aufgenommen werden sollen.

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Besonders Menschen, die „durch ihren Einsatz für Frauen- und Menschenrechte oder durch ihre Tätigkeit in den Bereichen Justiz, Politik, Medien, Bildung, Kultur, Sport oder Wissenschaft besonders exponiert haben und deshalb individuell gefährdet sind“ sollen schnellstmöglich in das Programm aufgenommen werden.

„Viele Menschen in Afghanistan leben jeden Tag in Angst vor Verfolgung und Gewalt – Menschen, die mit uns an eine bessere Zukunft Afghanistans geglaubt, sie gelebt, sich dafür eingesetzt haben“, erklärte Baerbock. „Vor allem Frauen und Mädchen rauben die Taliban seit letztem Sommer jede Perspektive und Hoffnung, schränken ihre Rechte immer weiter ein, gehen brutal gegen jede und jeden vor, die sich dagegen wehrt.“

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Bild: Kmu.gov.ua, Denys Shmyhal met with German FM Baerbock in Kyiv 2022 (8), CC BY 4.0, via Wikimedia Commons(Bildgröße geändert)