Bild: Leonardo Lamas

Das Meeresdreieck zwischen Miami, Puerto Rico und der Spitze der Bermuda-Inseln ist ein Rätsel. Im vergangenen Jahrhundert verschwanden immer wieder Schiffe und Flugzeuge spurlos. Was hat es mit dem „Friedhof des Atlantiks“ auf sich?

Mindestens 50 Schiffe und 20 Flugzeuge sollen im vergangenen Jahrhundert im Bermudadreieck auf mysteriöse und unerklärliche Art und Weise verschollen sein. So verschwand im März 1918 der Kohlefrachter USS „Cyclops“ spurlos, als er sich auf dem Weg von Barbados nach Norfolk befand. Ebenso erging es dem Trainingsflug von Charles Taylor, der 1945 mit seinen Schülern über dem Atlantik die Orientierung verliert und einen Notruf absetzt. „Wir sind nicht sicher, wo Westen ist. Alles ist so anders … so seltsam … nicht einmal der Ozean sieht aus, wie er aussehen sollte…“ Als wenig später ein Suchflugzeug losgeschickt wird, fehlt von der Flugeinheit jede Spur. Ihr letztes Signal verliert sich über einem Seengebiet: dem Bermudadreieck.

Aber was steckt wirklich hinter dem sagenumwobenen Verschwinden zahlreicher Schiffe und Flugzeuge? Einige Erklärungen handeln von Außerirdischen, gigantischen Monsterkraken oder magische Nebelwolken. Es gibt aber durchaus einige plausiblere und wissenschaftlichere Theorien. Das Meeresgebiet ist unter anderem wegen seiner Blitzstürme und unvorhersehbaren Gewitter gefürchtet. So kann sich eine leichte Brise schnell zu einem gefährlichen Unwetter entwickeln. Wer unvorbereitet auf einen solchen Wirbelsturm trifft, gerät schnell in Lebensgefahr. Die zahlreichen Sandbänke und flachen Küstenstreifen stellen ein zusätzliches Risiko für Frachter da, die dort schnell auf Grund laufen können. Zusätzlich lagern im Meeresboden große Gasvorkommen. Diese können durch Erdrutsche oder Seebeben freigesetzt werden. Wenn das passiert, steigen zahllose Gasblasen auf, die dem Wasser seine Tragfähigkeit raubt, sodass selbst Kreuzfahrtschiffe oder große Frachter in die Tiefe gezogen werden können.

Für das Flugzeugunglück von Charles Taylor gibt es eine ähnliche wissenschaftliche Theorie. Über dem Bermudadreieck wirbeln Luftmassen stark durcheinander, sodass Luftlöcher entstehen, die dafür sorgen, dass Flugzeuge ihren Antrieb verlieren. Der Pilot Charles Taylor verlor wahrscheinlich schlichtweg die Orientierung und hielt kleine Atlantik-Inseln für die Florida Keys im Golf von Mexiko. Er drehte nach Osten ab, was sich als fataler Fehler erwies, denn dadurch führte er die Maschinen immer weiter auf den Atlantik hinaus, was schlussendlich dazu führte, dass der Flugmannschaft der Treibstoff ausging und die fünf Bomber abstürzten.

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