Bild: Kremlin.ru, CC BY 4.0, Vladimir Putin (23-04-2021).jpg, via Wikimedia Commons (keine Änderungen vorgenommen)


Momentan gibt es keine absehbare Entscheidung in der Ukraine. Die Gegenoffensive an Land kommt nur langsam voran, wie merkur.de berichtet.

Sönke Neitzel äußerte seine Zuversicht unerschütterlich: „Anders als beim Überfall auf die Krim 2014 erwartet die russischen Soldaten nun erbitterter Widerstand. Dieses Szenario hatten Putins Generäle wohl nicht auf dem Schirm“, erklärte der Militärhistoriker kurz nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine gegenüber n-tv. Ein „Blitzsieg“ wie damals blieb aus. Die Überraschungsmomente fehlten den Russen, während die Ukraine vor allem ihre Hauptstadt Kiew zäh verteidigte.

Eineinhalb Jahre später hat sich das Blatt gewendet: Die ukrainische Gegenoffensive, die im Juni 2023 begann, hinkt den erhofften Fortschritten hinterher, und die russischen Angreifer setzen sich ebenfalls hartnäckig zur Wehr. Lediglich im Schwarzen Meer gelingt es Wladimir Putins Flotte, Gebietsgewinne zu erzielen. Der amerikanische Militärexperte Michael Kofman urteilt in einem Online-Magazin mit dem Titel „War on the Rocks“, dass der Ukraine-Krieg nun das geworden ist, was er nie sein sollte: ein Stellungskrieg, der von Schützengraben zu Schützengraben führt und nur geringen Raumgewinn bei viel Bewegung erlaubt. Kofman betont: „Dieser Krieg hat sich zu einem Krieg um Baumreihen entwickelt. Die Unterschiede in den Frontverläufen erstrecken sich über nur wenige hundert Meter.“

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