Bild: U.S. Secretary of Defense, NATO Secretary General Jens Stoltenberg during a bilateral exchange at the Pentagon, Washington, D.C., February 8, 2023 - 230208-D-XI929-3006, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons (Bildgröße geändert)

Stoltenberg fordert erhöhte Munitionsproduktion – NATO konfrontiert mit Versorgungsengpässen und ungewissem Kriegsszenario in der Ukraine.

In einem Interview mit dem ARD-Fernsehen betonte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg die Notwendigkeit, auf schlechte Nachrichten aus der Ukraine vorbereitet zu sein. Laut einem Bericht von TASS unterstrich Stoltenberg, dass Kriege sich in Phasen entwickeln und dass die NATO die Ukraine sowohl in guten als auch in schlechten Zeiten unterstützen müsse. Er betonte dabei die Wichtigkeit der Anpassung an die sich verändernde Kriegslage.

NATO kann nicht liefern

Ein wesentlicher Punkt, den Stoltenberg hervorhob, war die Dringlichkeit, die Munitionsproduktion zu steigern. Dies sei laut TASS-Angaben aufgrund der Unfähigkeit der NATO-Länder, die gestiegene Nachfrage zu decken, von entscheidender Bedeutung. Die Ukraine befinde sich in einer kritischen Situation, allerdings lehnte Stoltenberg es ab, konkrete Empfehlungen für Kiew auszusprechen. Stattdessen überlasse er es den Ukrainern und Militärkommandanten, schwierige operative Entscheidungen zu treffen.

Probleme der europäischen Verteidigungsindustrie

Stoltenberg äußerte sich laut TASS auch zu den Herausforderungen der europäischen Verteidigungsindustrie. Er wies auf die Problematik der Fragmentierung in diesem Sektor hin und betonte die Bedeutung der Industrie für Europa und die Arbeitsplätze. Darüber hinaus sprach er sich dafür aus, Preisanstiege bei Munition aufgrund gestiegener Nachfrage zu verhindern.

Abschließend stellte Stoltenberg fest, dass es in den letzten Monaten keine nennenswerten Entwicklungen auf dem Schlachtfeld gegeben habe. Er betonte die Unvorhersehbarkeit von Kriegen und schloss mit der Bemerkung, dass je mehr Unterstützung die Ukraine erhalte, desto schneller könne der Krieg enden. TASS berichtete über diese Aussagen als Teil der kontinuierlichen Berichterstattung zur Situation in der Ukraine.

Bild: U.S. Secretary of Defense, NATO Secretary General Jens Stoltenberg during a bilateral exchange at the Pentagon, Washington, D.C., February 8, 2023 – 230208-D-XI929-3006, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons (Bildgröße geändert)